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Illustration eines Pfades zu einer strukturierten Sitemap

Den exakten Yoast-SEO-Sitemap-Pfad in WordPress finden

8 Min. Lesezeit

Damit Suchmaschinen die Struktur einer Website erfassen können, benötigen sie klare Anweisungen. Ein zentrales Werkzeug dafür ist die XML-Sitemap. Wenn Sie das beliebte Plugin Yoast SEO nutzen, generiert dieses automatisch eine Übersicht aller wichtigen Unterseiten. Viele Website-Betreiber suchen jedoch nach der Veröffentlichung nach dem genauen Pfad zur Yoast-SEO-Sitemap, um diese in den Webmaster-Tools der Suchmaschinen zu hinterlegen. Die Struktur und der Abruf unterscheiden sich deutlich von den WordPress-Standardeinstellungen.

Der genaue Pfad zu Ihrer Yoast-SEO-Sitemap

Die von Yoast erstellte Datei hat eine feste URL-Struktur. Sie erreichen das Inhaltsverzeichnis Ihrer Website immer, indem Sie /sitemap_index.xml an Ihre Hauptdomain anhängen. Lautet Ihre Website beispielsweise ihredomain.de, rufen Sie die Sitemap unter ihredomain.de/sitemap_index.xml ab.

Diese Datei ist ein Index. Sie enthält in der Regel nicht direkt alle einzelnen URLs, sondern verweist auf weitere Unter-Sitemaps, die nach Inhaltstypen sortiert sind. Sie finden dort beispielsweise Einträge wie post-sitemap.xml für Beiträge oder page-sitemap.xml für statische Seiten. Yoast teilt große Verzeichnisse automatisch auf. Eine einzelne Sitemap fasst maximal 1.000 URLs zusammen. Dadurch bleiben die Dateien kompakt und können von Suchmaschinen-Crawlern schnell verarbeitet werden.

Ein wichtiger Hinweis zur Dateibezeichnung: Wenn Sie unter der URL /sitemap.xml eine Übersicht finden, stammt diese nicht von Yoast SEO. Oft generieren andere Plugins oder Server-Erweiterungen diese Dateien. Um Konflikte zu vermeiden, deaktivieren Sie konkurrierende Sitemap-Erweiterungen und löschen Sie eventuell vorhandene physische Sitemap-Dateien via FTP von Ihrem Server.

Wo finde ich die Sitemap bei Yoast im Backend?

Illustration eines Einstellungsmenüs für Website-Funktionen

Wenn Sie den Link nicht manuell in den Browser tippen möchten, können Sie die Funktion direkt über das WordPress-Dashboard aufrufen und kontrollieren. Die Entwickler haben den Zugriff in den zentralen Einstellungen verankert.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Link abzurufen:

  1. Navigieren Sie im WordPress-Dashboard in der linken Seitenleiste zum Punkt Yoast SEO.
  2. Klicken Sie im Untermenü auf Einstellungen.
  3. Wählen Sie den Bereich Website-Funktionen (Site features) aus.
  4. Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt APIs beziehungsweise Technisches SEO.
  5. Prüfen Sie, ob der Schalter bei XML-Sitemaps auf „Ein“ steht. Ein lilafarbenes Häkchen signalisiert die aktive Funktion.
  6. Klicken Sie auf den Button XML-Sitemap ansehen (oder auf das Fragezeichen-Symbol neben der Funktion), um die Datei in einem neuen Browser-Tab zu öffnen.

Die Sitemap wird von Yoast dynamisch generiert. Das bedeutet, dass keine physische Datei in Ihren WordPress-Ordnern auf dem Server liegt. Sobald Sie einen Beitrag veröffentlichen, aktualisieren oder löschen, spiegelt die dynamische URL diese Änderung sofort wider, wobei ab diesem Punkt entscheidend ist, wie lange Google braucht, um Änderungen zu erkennen.

So steuern Sie die Inhalte der WordPress-Yoast-Sitemap-URL

Nicht jede URL, die auf Ihrer Website existiert, sollte von Suchmaschinen erfasst werden. Eine saubere WordPress-Yoast-Sitemap-URL enthält ausschließlich Inhalte, die für Nutzer relevant sind und in den Suchergebnissen erscheinen sollen. Yoast nimmt Ihnen viel Arbeit ab, da es fehlerhafte oder irrelevante URLs standardmäßig ausschließt.

Ganze Inhaltstypen und Taxonomien ausschließen

Illustration zur Filterung von Inhalten für die Sitemap

Häufig erzeugen installierte Themes und zusätzliche Plugins eigene Inhaltstypen (Custom Post Types), die für den internen Gebrauch gedacht sind. Wenn diese in der Sitemap landen, verschwenden Suchmaschinen wertvolle Ressourcen beim Crawlen dieser nutzlosen URLs.

Überprüfen Sie daher, welche Bereiche indexiert werden. Gehen Sie in Yoast SEO auf Einstellungen. Unter dem Menüpunkt Inhaltsarten finden Sie alle verfügbaren Formate wie Seiten, Beiträge oder Portfolios. Legen Sie den Schalter Zeige [Inhaltsart] in den Suchergebnissen auf „Aus“, wenn diese nicht indexiert werden sollen. Dadurch verschwindet der gesamte Inhaltstyp sofort aus der XML-Sitemap.

Dasselbe Prinzip gilt für Kategorien und Schlagwörter. Unter dem Menüpunkt Kategorien und Schlagwörter (Taxonomien) können Sie wenig nützliche Archivseiten von der Indexierung ausschließen. Dies beugt Problemen mit identischen Inhalten auf verschiedenen URLs vor, für die Sie sicherheitshalber ergänzend den Canonical Tag im HTML prüfen sollten.

Einzelne Beiträge und Landingpages verbergen

Manchmal möchten Sie einen Inhaltstyp grundsätzlich in der Sitemap behalten, aber spezifische Einzelseiten ausschließen. Typische Beispiele sind Dankesseiten nach einem Kauf, interne Mitarbeiter-Informationen oder spezielle Landingpages für Werbekampagnen. Werbekampagnen-Seiten sind oft stark auf Conversion optimiert und ähneln organischen Inhalten, weshalb sie nicht separat über die Google-Suche auffindbar sein sollten.

Öffnen Sie die betroffene Seite im WordPress-Editor und scrollen Sie zur Yoast-SEO-Meta-Box unterhalb des Textes (oder in der rechten Seitenleiste). Unter dem Reiter Erweitert finden Sie die Frage: Suchmaschinen erlauben, diese Seite in den Suchergebnissen anzuzeigen?. Wählen Sie hier „Nein“. Yoast setzt die Seite daraufhin auf noindex und entfernt die URL automatisch aus der Sitemap.

Die Sitemap bei den Suchmaschinen einreichen

Sobald Sie die Inhalte geprüft haben, teilen Sie den Suchmaschinen den genauen Speicherort mit. Dieser Schritt erfolgt in der Google Search Console sowie in den Bing Webmaster Tools.

Rufen Sie die Google Search Console auf und wählen Sie im linken Menü den Punkt Sitemaps. Tragen Sie im Feld „Neue Sitemap hinzufügen“ ausschließlich den Dateinamen sitemap_index.xml ein. Sie müssen die Hauptdomain nicht erneut eintippen, da diese bereits von der Search Console vorgegeben wird. Klicken Sie anschließend auf „Senden“.

Ein häufiger Fehler liegt in der Einreichung der falschen Dateien. Reichen Sie nur den Hauptindex (sitemap_index.xml) ein. Reichen Sie nicht die einzelnen Unter-Sitemaps wie post-sitemap.xml separat ein. Die Suchmaschinen lesen den Hauptindex aus und folgen den darin enthaltenen Links zu den Unter-Sitemaps völlig selbstständig. Wenn Sie Inhaltstypen in WordPress aktivieren oder deaktivieren, passen sich die Unter-Sitemaps an, ohne dass Sie in der Search Console manuell eingreifen müssen.

Achten Sie zudem darauf, gelöschte oder weitergeleitete URLs (301-Redirects) aus dem Papierkorb in WordPress endgültig zu entfernen. Bleiben diese als Entwurf oder im Papierkorb bestehen, tauchen sie unter Umständen als Fehlermeldung in den Webmaster-Tools auf.

Die korrekte Priorisierung von URLs

In älteren XML-Formaten gab es Variablen für die Priorität (Priority) und die Änderungsfrequenz (Changefreq). Website-Betreiber versuchten darüber zu steuern, welche Seiten Suchmaschinen bevorzugt crawlen sollen.

Yoast SEO verzichtet vollständig auf diese Parameter. Offizielle Aussagen der großen Suchmaschinen bestätigen, dass diese Werte heutzutage beim Crawling weitestgehend ignoriert werden. Die Suchmaschinen-Algorithmen entscheiden selbst anhand der internen Verlinkung und der Nutzerdaten, wie wichtig eine URL ist. Sie müssen sich daher keine Gedanken über fehlende Prioritätswerte im Quelltext Ihrer Sitemap machen.

Häufige Fragen zur Yoast-XML-Sitemap (FAQ)

Wie lautet der exakte Pfad der Sitemap bei Yoast?

Die Haupt-Sitemap finden Sie immer unter /sitemap_index.xml direkt hinter Ihrer Hauptdomain. Diese Datei bündelt alle weiteren Unter-Sitemaps für Beiträge, Seiten und Kategorien.

Warum finde ich keine physische Sitemap-Datei auf meinem Server?

Das Yoast-Plugin generiert die Datei dynamisch im Hintergrund. Es gibt keine starre Datei, die auf dem FTP-Server abgelegt wird. Das stellt sicher, dass die Sitemap bei jeder Änderung an Ihren Inhalten sofort und ohne Zeitverzögerung aktuell ist.

Was passiert mit der Standard-Sitemap von WordPress?

WordPress bringt seit Version 5.5 eine eigene, einfache XML-Sitemap mit, die unter /wp-sitemap.xml erreichbar ist. Da diese Version wenig Einstellungsmöglichkeiten bietet, deaktiviert Yoast SEO die WordPress-Standard-Sitemap automatisch bei der Installation, um Konflikte zu vermeiden.

Muss die Sitemap selbst in den Google-Index aufgenommen werden?

Nein. XML-Dateien sind strukturierte Daten für Bots und haben in den Suchergebnissen für menschliche Nutzer nichts verloren. Yoast versieht die Sitemaps automatisch mit einem x-robots-tag (noindex, follow). Die Suchmaschinen lesen die Datei aus, speichern sie aber nicht als klickbares Suchergebnis.

Eine XML-Sitemap ist technischer Code, der für Maschinen geschrieben ist. Verlinken Sie diese nicht sichtbar im Footer. Menschliche Besucher erwarten bei einem Klick auf „Sitemap“ eine visuell aufbereitete HTML-Sitemap zur Navigation. Den Suchmaschinen reicht die Anmeldung über die Search Console.

Reicht es aus, die Sitemap einmalig in der Search Console einzureichen?

Ja. Sobald Sie den Index eingereicht haben, prüfen die Suchmaschinen-Crawler die URL in regelmäßigen Abständen völlig autonom. Wenn Sie neue Inhalte veröffentlichen, registriert der Bot diese bei seinem nächsten Besuch automatisch.